Gedanken an Heiligabend

von Charly

Um euch vorzuwarnen, dieser Blogpost folgt keiner Linie. Ich habe ohne großes Denken alles niedergeschrieben, woran ich so gerade gedacht habe. Diese Einleitung schreibe ich auch im Nachhinein, um euch nicht so direkt in den Gedankenstrudel einfallen zu lassen. Daher kommen jetzt ungeschönt und voller Wahrheit meine Gedanken zu Heiligabend.


Manchmal kommt alles anders als man denkt. Manchmal gehen Menschen, die man sehr lange in seinem Leben gesehen hat. Manchmal kommen Menschen, die man nicht kommen sehen hat. Das ist der Lauf der Dinge, aber genau deshalb ist das Leben auch so unvorhersehbar. Dieses Jahr war für mich ein wirklich schönes Jahr, das ich mit unglaublich vielen Menschen teilen durfte. Manche Menschen waren mehr Teil meines Lebens als andere. Manche Menschen wurden zu Freunden und manche Menschen waren einfach da. Da, um das Leben schöner zu machen. Jeder einzelne Mensch hat dieses Jahr schön gemacht. Ich sage nicht, dass ich viele Freunde brauche, um glücklich zu sein. Ich brauche Freunde, die an meiner Seite stehen, wenn es mir gut und schlecht geht. Jemand, der nur die schönen Seiten mit mir teilen möchte, hat das Prädikat Freund nicht verdient. Ich bin gesegnet, mit wundervollen Freunden, die mir dieses Jahr zur Seite standen und zur Seite stehen werden, wenn es mir schlecht geht. Ich habe das Maß dieses Jahr ziemlich überstrapaziert und weiß, dass ich meinen Freunden einmal mehr Danke sagen muss und möchte. Ich bin unglaublich froh, dass ihr in meinem Leben seid und möchte euch daher nochmals Danke sagen. Dass ihr da wart. Ob bei Problemen, Trennungen oder anderen tiefen Phasen – ihr wisst, wer gemeint ist!
Genauso gehen Menschen. Menschen, mit denen man einfach nicht mehr auf meiner Wellenlänge ist. In Zeiten des Abiturs unzertrennlich und nun, der Kontakt verläuft sich im Sande. Lange Zeit habe ich versucht, an diesen Kontakten festzuhalten. Immerhin habe ich mit diesen Menschen die Hälfte meines Lebens geteilt. Aber nun investiere ich keine Zeit und vor allem keine Energie mehr in Beziehungen, die mich eher herunterziehen. Versteht mich nicht falsch, ich habe durchaus noch Menschen aus meiner Schulzeit, die ich ein-zwei Mal im Jahr sehe und ganz normal mit ihnen Zeit verbringen kann, ohne verschwendete Zeit oder Energie im Kopf zu haben. Aber dann fühlt es sich auch gar nicht so an, als hätte ich die letzten Monate keine Kontakt gehabt. Es ist einfach schön mit diesen Menschen. Man trifft sich, verbringt für 2 Stunden Zeit miteinander und danach geht man für weitere Monate getrennte Leben, aber so fühlt sich auch Freundschaft an.
Ich habe heute Menschen Frohe Weihnachten gewünscht. Über WhatsApp. Ob ich das schlimm finde? Nein, es ist der Lauf der Dinge. Ich war verwundert, wie schnell die Menschen geantwortet haben. Haben alle ihr Handy bei sich? Ich persönlich hatte nicht meinen typischen Heiligabend dieses Jahr, daher habe ich die ganze Zeit vor dem Fernseher mit meiner Mama und ihrem Mann verbracht. Es hatte seine Gründe, die ich hier aber nicht groß ausbreiten möchte. Es ist okay, wie es war. Aber trotzdem freue ich mich, dass wir nächstes Jahr gemeinsam wieder ein Heiligabend in größerer Runde feiern – oder werde ich dem ganzen Stress einfach mal entfliehen? Ich wünsche es mir.. vielleicht mit der Familie? Zurück zu WhatsApp. Alle meine Freunde, Bekannte und Familienmitglieder haben recht fix geantwortet, aber trotzdem habe ich mich gefreut. Es macht doch einfach etwas aus, wenn jemand auf so eine Nachricht antwortet. Und nicht alles unbeantwortet lässt. Das finde ich persönlich sehr unpassend. Ein einfaches ‚Dir auch‘ und ein weihnachtliches Emoji wäre doch wirklich kein Problem gewesen. Aber vielleicht kommt das ja noch, weil kein Mensch kann mir sagen, dass er die gesamten drei Tage ohne Handy verbringt! Wenn doch, sind diese wenigen Personen entschuldigt! 😀
Ich habe heute einen Film geschaut: A Prince for Christmas. Ein Netflix-Produktion, die total durchzuschauen war, aber ich mochte den Film trotzdem. Warum? Weil er einfach eine schöne heile Welt gezeigt hat, es war wirklich eine nette Abwechslung, die sich gelohnt hat. Ansonsten haben wir noch Märchen und andere Filme geschaut, aber die erinnere ich mich schon gar nicht mehr. Ich glaube das sagt alles zu der Fülle an Filmen, die heute läuft. Gestern habe ich Frozen geschaut – wie so viele Menschen. Der Film hat wirklich bei allen eingeschlagen wie eine Bombe, er soll der erfolgreiche Animationsfilm der Welt sein. Wahnsinnig schön! Ich könnte ihn glatt nochmal schauen.
Zum Mittag gab es heute übrigens mein veganes Soja-Gulasch mit Rotkohl und Klößen. Ich liebe Rotkohl und Klöße – oh mein Gott, wie sehr habe ich mich schon die letzten Wochen danach gesehnt. Ihr müsst wissen, dass der Rotkohl bei uns zu Hause so gut schmeckt. Besser als in jedem Restaurant oder irgendwo anders. Meine Mama oder ihr Mann kochen ihn einfach perfekt, keine Ahnung, was sie anders machen. Selbst, wenn ich nach Rezept koche, schmeckt es nie so gut wie bei den beiden. Und Klöße sind einfach so lecker – yummy! Klöße könnte ich übrigens auch im Sommer essen, aber das macht man ja nicht – warum eigentlich? 😀

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5 Kommentare

Ede Fröhlich 4. Januar 2018 - 11:38

Darf man nicht im Sommer essen, dass ist mir neu – intererssant, aber ich glaube in Thüringen essen die die immer, oder? Aber warum würde mich auch mal interessieren 🙂
Interessanter Beitrag 🙂

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Charly | traumsehnsucht 5. Januar 2018 - 12:29

Auf jeden Fall gibt es Klöße nicht so oft im Sommer zu kaufen 🙂 deswegen dachte ich, das isst man im Sommer nicht 😀

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Doro 6. Januar 2018 - 03:18

Wende dich gegen das System. Wenn Klöße geil sind, dann iss sie auch im Sommer, wenn du Bock hast. Also ich hab das auch noch nie gehört und wir essen zuhause eigentlich zu jeder Jahreszeit Klöße, aber sicher, vermehrt zu Feiertagen 😀

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Charly | traumsehnsucht 6. Januar 2018 - 20:44

Ich glaube, ich habe da soeben eine Einladung zu euren Feiertagsfestessen gehört bzw. gelesen. 😀

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Charly | traumsehnsucht 6. Januar 2018 - 20:44

Ohje, aber das ist auch lustig! 😀

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