Mein Besuch im Friedrichstadt-Palast

von Charly

Wow, einfach nur wow. Ich war letzte Woche Donnerstag im Friedrichstadt-Palast und habe mit meinem Verein ROCK YOUR LIFE! Berlin gemeinsam einen tollen Nachmittag und Abend verbringen dürfen. Erst letzte Woche hatte ich einen Beitrag zu meinem Besuch bei Bauerfeind – Die Leseshow und Internationale Gartenausstellung erzählt. Gleich noch ein bisschen mehr Kultur konnte ich nun bei meinem Besuch im Friedrichstadt-Palast erleben. Leider durften wir nur an wenigen Orten Fotos machen, sodass der Blogpost heute sehr textlastig ist.

Gegen 16 Uhr wurden wir von dem Pressesprecher des Friedrichstadt-Palastes am Eingang in Empfang genommen. Vorher mussten wir auf einem iPad unsere Daten eingeben und haben dann einen Besucherausweis inkl. Bild bekommen. Ich fand die Idee total toll und finde, dass jedes Unternehmen solch ein System einführen sollte. Zumindest konnte man sicher sein, dass ich auch wirklich die Person auf dem Bild bin. 😀

Wir hatten eine spannende Führung mit Einblicken in verschiedenste Räume und konnten dabei einen tollen Eindruck gewinnen, wie groß das Theater auch hinter den Kulissen ist. Am Ende wurden wir aus Scherz gefragt, ob wir noch wüssten, wie wir jetzt herauskommen. Ehrlich gesagt, ich wusste es nicht mehr. Mein Orientierungssinn ist dann doch nicht so ausgeprägt.

Wir haben bei den Bühnenbildnern angefangen, die gerade Requisiten und Bühnenbilder für die Kindershow (startend im November) erstellt haben. Direkt dahinter befand sich ein toller Raum mit alten Plakaten und anderen älteren Requisiten, wo wir tatsächlich auch Fotos machen durften. Ich fand das sehr spannend und habe natürlich die Gunst der Stunde genutzt, einige Bilder zu machen. 😀

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Im Friedrichstadt-Palast gibt es einen riesigen Fahrstuhl, der sehr schmal aber dafür 24 Meter lang ist. Das fand ich sehr beeindruckend, aber wohl habe ich mich dort nicht gefühlt. Dazu muss man vielleicht noch erwähnen, dass der Fahrstuhl nicht für die Personenförderung, sondern vielmehr um Requisiten und Bühnenbilder entsprechend zu transportieren. Dabei ist in dem Fahrstuhl nur eine Person erlaubt, aber durchlaufen hat mir bereits gereicht, da es einfach super beengend war.

Danach ging es dann zur Showband, da der Friedrichstadt-Palast tatsächlich die Musik live spielt, damit habe ich nicht gerechnet. Auch in der Show später war es total schön zu wissen, dass die Showband dort live spielt, da man es als Zuschauer erst am Ende sieht, wenn der Vorhang hochgeht. Außerdem hatte man von hier einen tollen Blick auf die Bühne und den Zuschauerraum, wo ich dann später auch selbst saß.

Das spannende an der Bühne ist, dass diese beweglich ist. Dadurch können die Bühnentechniker in Zusammenarbeit mit den Artisten viel mehr auch visuell erschaffen. Es gibt auch Seitenbühnen, die dann komplett eingefahren werden, zum Beispiel mit einer Showtreppe. Die Decke ist hier auch extrem hoch, sodass noch weitere Effekte durch die Höhe (Trapezkünstler oder Seilkünstler) erzielt werden.

Auf der Seitenbühne wurde gerade geprobt, sodass wir dann erstmal in die Bereiche für Kostüme, Maske und Anprobe gegangen sind. Es ist sehr faszinierend, wie sehr der ganze Abend durchgetaktet ist, damit pünktlich zu Showstart alle Künstler angekleidet, geschminkt und bereit zur Performance sind. Natürlich ist dies notwendig, aber ich hatte das irgendwie nicht erwartet.

Die Kostüme für die Show THE ONE wurden von Jean Paul Gautier entworfen und waren daher sehr exotisch und faszinierend zugleich. Da gab es zum Einen eine Frau mit 6 Beinen oder Frauen mit Federboa auf dem Kopf. Die Kostümwahl ist wirklich sehr schön in der Show und wird auch für jeden Schauspieler eigens angefertigt.

Natürlich war der Raum für Maske für mich auch ein Highlight. Hier standen die Perücken zum Beispiel zur Anprobe bereit. Dazu stand daneben ein Haufen an Haarnadeln, was wirklich beeindruckend ist, wie viele davon genutzt werden. Wir erfuhren außerdem, dass alle 15 Minuten eine neue Person in der Maske ist und insgesamt arbeiten ca. 14 Personen gleichzeitig in der Maske. Die Räume sehen auch tatsächlich wie im Film aus.

Der letzte Gang ging dann von der Anprobe zum Ballettraum, wo einige Darsteller gerade probten bzw. sich gedehnt haben. Eine Dame hat auch mit dem Rhönrad trainiert, was ich persönlich sehr faszinierend fand. Somit waren wir am Ende der Führung angelangt. Wie ihr seht, war es eine tolle Erfahrung, den Friedrichstadt-Palast mal hinter den Kulissen besuchen zu dürfen. Vor allem war das Besondere ja auch, dass wir nur wenige Stunden später die Aufführung live sehen würden.

Bis zur Show waren wir bei einem Italiener ganz in der Nähe etwas essen: Due Fratelli heißt der Laden und bietet günstige Pizza und Pasta an. Ich habe mich für eine Pizza Funghi mit Rucola entschieden, auch dass ich den Käse nicht haben wollte, war gar kein Problem. Gemeinsam haben wir dort viel gesprochen und gesessen, auch kamen noch mehr Leute dazu.

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Um 19:00 Uhr haben wir uns dann zum Friedrichstadt-Palast zurück begeben, da dort noch weitere Leute von uns warteten. Gemeinsam gingen wir dann hinein und haben trotz Ankündigung bei der Führung keine Sicherheitskontrolle durchlaufen müssen. Jeder Gast wurde nach Vorzeigen des Tickets einfach durchgewunken, das fand ich schade, da es doch das Sicherheitsgefühl enorm steigert, wenn jeder durchgeprüft wird.

Auf der Treppe zu unseren Sitzen wurde uns dann mitgeteilt, dass wir unsere Jacken bei der Garderobe abgeben müssen. Ich war ein kleiner Rebell und habe die Jacke in meine Handtasche gepackt. Ich friere ja auch immer sehr schnell. 😀

Pünktlich um 19:30 Uhr ging die Show mit lauter Musik und dem ganzen Ensemble los. Die Musik gefiel gleich total gut und man wurde dann durch die einzelnen Auftritte geführt. Die Revue hat keine richtige Geschichte, sodass sie jeder verstehen kann, egal ob man nun Deutsch sprach oder nicht. Teilweise wurde auch in Englisch gesungen. Die Kostüme waren wirklich atemberaubend.

Schade fand ich, dass man teilweise nicht genau wusste, wo man hingucken sollte. Da gab es zum Beispiel eine Artistin mit Rhönrad, aber gleichzeitig waren auch andere Artisten auf der Bühne, die im Hintergrund auch tolle Kunststücke vorgeführt hat. Jedoch war das Hauptaugenmerk auf der Solistin.

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Wart ihr schon mal im Friedrichstadt-Palast? Erzählt mir gern von euren Eindrücken!

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3 Kommentare

Ede Fröhlich 25. Oktober 2017 - 22:44

Interessant zu erfahren, wie es dort Hinter den Kulissen ist. Ich war schon oft im Friedrichstadtpalast – schon als Kind zu Kinderrevues, aber auch bei Erwachsenenrevues, jedoch bei „The One“ war ich noch nicht 🙁
Das schönste Erlebnis war für mich bei der Revue „Show me“, denn da hatte ich Geburtstag und wurde von den Sängern mit einem Blumenstrauß und einer CD zur Show überrascht (hatte mein Vater in die Wege geleitet). Aber mir gefiel auch gut als Kind die Show „Lieblingsfarbe Bunt“ und später bei den Erwachsenenrevues „YMA“.
Sehr Interessanter Bericht auch ohne viele Bilder, sehr schön 🙂

Reply
Charly | traumsehnsucht 26. Oktober 2017 - 15:51

Tolle Erfahrung hast du da erlebt! 🙂 Ich werde mir ab jetzt sicher jede Show anschauen. 😀

Reply
Geburtstage, Kulturerlebnisse & Städtetrip nach Paris | Monatsrückblick Oktober – traumsehnsucht 4. November 2017 - 07:15

[…] einiges an Kultur, was ich unbedingt öfter machen muss. Zum einen war ich mit meiner Oma bei der IGA und mit Doro bei Bauerfeind – Die Leseshow (hier geht’s zum Blogbeitrag über die beiden Events), zum anderen war ich hinter den Kulissen und bei der aktuellen Show im Friedrichstadtpalast (hier geht’s zum Blogpost dazu). […]

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